Mit einem Querschnitt des kompositorischen Schaffens von Georg Friedrich Händel präsentierten sich die Orchesterformationen der Musikschule Waghäusel-Hambrücken im Pfarrzentrum Kirrlach. Etwa 50 junge Musiker beeindruckten in einer bunten Vielfalt der Besetzungen und der Stückeauswahl.

Schwungvoll eröffnet wurde mit dem Konzert für 4 Violinen von Georg Philipp Telemann (gespielt von einem 13-köpfigen Violinchor), dessen 250. Todestag in diesem Jahr begangen wird.

Die jüngsten Spieler der Young Strings entführten die Zuhörer mit Stücken wie Cowboy Chorus, Idle Cowboy und Wild West Shaker klanglich in den Wilden Westen.

Schulleiter und Orchesterleiter Karl-Heinz Steffan leitete danach mit durchaus auch launigen Anekdoten zu seiner Tätigkeit als Opernkomponist am King´s Theatre in London zum Hauptkomponisten des Abends Georg Friedrich Händel über. Einführenden Worten zur Sarabande als barockem Schreittanz folgten die Sarabande d-moll (großes Orchester) und die im Gestus einer Sarabande geführte Arie „Lascia ch´io Pianga“ aus der Oper Rinaldo. Von dem Lehrerquartett Hans Berg, Karl-Heinz Steffan, Ursula Plagge-Zimmermann und Jörg Rieger musikalisch auf höchstem Niveau begleitet, sang Eva Mensch diese Arie mit einem berührenden Timbre, das unter die Haut ging.

Die Ouvertüre zur Feuerwerksmusik wurde von den Blockflöten Gudrun Köhler, Ursula Plagge-Zimmermann und Eva Mensch sowie Jörg Rieger am Cello in einer ungewöhnlichen Besetzung musiziert, die aber dem Glanz und dem majestätischen Charakter der Musik voll gerecht wurde.

Mit der Passacaglia g-moll und dem abschließenden Concerto grosso G-Dur op. 6/1 zeigte das 30 köpfige Orchester seine beeindruckende klangliche und musikalische Dynamik.

Melina Brenner und Clara Rentz- Violinen sowie Svea Knebel-Cello überzeugten als Solotrio im Concerto grosso sowohl durch musikantisches Spiel als auch durch bestechende rhythmische Präzision und Intonation.

Johannes Wagner am Cembalo und Gudrun Köhler und Eva Mensch an den Blockflöten bereicherten den Streicherklang zu einem vollen und runden Klangbild.

Die Tatsache, dass die jungen Musiker (außer den Cellisten) im Stehen musizierten, verlieh dem Spiel eine mitreißende Präsenz.

Als Anknüpfung an das Concerto grosso von Händel erklang als Zugabe „Palladio“ von Karl Jenkins, das als Concerto grosso komponiert, vor allem durch seine klangliche Wucht beeindruckte.

Die 2. Zugabe sah noch einmal alle Mitwirkenden des Abends in dem abschließenden Menuett der Feuerwerksmusik vereint auf der Bühne. Damit wurde auch thematisch ein Bezug zu der im Konzert erklungenen Ouvertüre gefunden, der diesen gelungenen Konzertabend abrundete.

 

 

 

 

Der Regionalwettbewerb findet am 3. und 4. Februar 2018 in Waghäusel statt.

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